Trauerrede Bernd Zimmermann

Trauerrede Bernd Zimmermann

Liebe Magdalena, liebe Mara, liebe Angehörige, liebe Schwestern, liebe Brüder, liebe Trauergemeinde,

Wir sind heute zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von unserem Bruder Bernd Zimmermann. 

Unser Bruder Bernd Zimmermann ist uns am 17.11.2019 in den Ewigen Osten vorausgegangen. Viele Brüder, auch außerhalb seiner Mutterloge haben ihn, den  liebenswerten ,empfindsamen, engagierten, immer kritischen und manchmal aber auch manchmal polarisierenden Bruder gekannt, geliebt, auch verehrt oder bewundert. 

Bernd  erblickte das freimaurerische Licht am 4. September 1985 in der Johannisloge „Zum Todtenkopf und Phönix“. Er wurde aufgenommen von Bruder Wilhelm Neustädter , genannt Knacki, der am 17. November 2001 verstarb. Also auf den Tag genau 18 Jahre vor Bernd. 

Bernd Zimmermann bekleidete verschiedene Logenämter. Er war unser Logenmeister von 1995 bis 2004 und von 2007 bis 2010, also für insgesamt 12 Jahre. Er hat  die Loge damals durch schwierige Zeiten geführt und ihm haben wir es zu verdanken, dass wir jetzt wieder eine starke Loge geworden sind. Von 2013 bis 2016 war er zweiter Landesgroßaufseher und damit auch Mitglied des Vorstandes der Großen Landesloge von Deutschland. In seinen Ämtern handelte er stets zuverlässig und umsichtig und mit hohem Einsatz zum Wohle der Freimaurerei.

Weit über seine Mutterloge hinaus, war Br. Bernd Zimmermann für seine großartigen Vorträge bekannt. Geprägt von tiefgründigen philosophischen und historischen Kenntnissen, fanden viele dieser Vorträge ihren Weg in die Zirkelkorrespondenz. Nach 34 Jahren engagierter freimaurerischer Arbeit, verlieren wir mit ihm einen Bruder, der die Freimaurerei als Teil seiner persönlichen Familie betrachtet hat. Stets war er bereit, sein umfangreiches Wissen an jüngere Brüder weiterzugeben. Durch zahlreiche Logenreisen stärkte er aktiv die Weltbruderkette. 

Unvergesslich bleiben die Treffen mit Brüdern und Schwestern auf seinem Gartengrundstück in Budachow/Polen. Er liebte dort besonders den Aufenthalt im Sommer, er genoß den Garten, baute verschiedene Gemüsesorten an und zog sich auch dorthin zurück, um seine Vorträge auszuarbeiten.  Er hatte uns auch für diesen Sommer wieder dorthin eingeladen, aber es war leider nicht mehr möglich. Anfang Juli haben wir mit Bernd ein letztes Mal gemeinsam in der Eierschale Dahlem gesessen. Danach ließ es seine Krankheit leider nicht mehr zu.  

Bernd, mögest du vom Glauben zum Schauen gelangt sein. Bernd, Wir vermissen dich!
Deine Brüder der Johannisloge Zum Todtenkopf und Phönix